27. Oktober 2026 · Bearsource
Kerzen wirken wie eines der einfachsten Produkte für den Start. Wachs, Docht, ein Glas, ein schönes Etikett. Fertig.
Dann kommt die erste Bewertung: „Duftet traumhaft, aber nach zwei Mal Abbrennen ist ein Loch in der Mitte." Oder schlimmer: „Das Glas ist gesprungen."
Eine Kerze ist ein kleines Feuer in einem Glas. Ob sie gelingt, hängt vor allem vom Testen ab, nicht vom Design. So funktioniert die Herstellung eigener Kerzen – und das sollten Sie vor der Bestellung prüfen.

Das Wachs bestimmt, wie die Kerze brennt, wie gut sie Duft abgibt und wie sie aussieht.
| Wachs | Vorteile | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Sojawachs | Natürliche Geschichte, cremige Optik | Kann weiße Schlieren bilden, bei Wärme weicher |
| Paraffin | Starke Duftabgabe, glatte Oberfläche, günstig | Manche Kunden meiden es |
| Kokoswachs-Mischungen | Glatt, sauberer Look, guter Duft | Höhere Kosten |
| Bienenwachs | Natürlich, lange Brenndauer | Teuer, Eigengeruch, schwerer zu beduften |
| Mischungen (z. B. Soja-Paraffin) | Guter Ausgleich aus Kosten, Optik und Duft | Ehrlich kommunizieren, was enthalten ist |
Tipp: Legen Sie zuerst fest, was auf dem Etikett stehen soll („100 % Soja", „natürliche Wachsmischung"), und wählen Sie dann das Wachs. Ihre Aussagen müssen zur echten Rezeptur passen.
Beim Docht beginnen die meisten Kerzenprobleme.
Der richtige Docht hängt von Glasdurchmesser, Wachsart, Duft und Farbe ab. Ändert sich einer dieser Punkte, muss oft auch der Docht angepasst werden. Baumwolldochte sind am häufigsten. Holzdochte knistern und sehen anders aus, brauchen aber eigene Tests.
Der Duftanteil gibt an, wie viel Duftöl im Wachs steckt, meist in Prozent. Viele Kerzen liegen etwa bei 6 bis 10 %, aber jedes Wachs hat seine eigene Grenze.
Mehr ist nicht immer besser. Zu viel Öl kann:
Lassen Sie sich das Sicherheitsdatenblatt (SDB) und das IFRA-Zertifikat des Duftöls geben. Sie brauchen beides für Ihre Etiketten (siehe Schritt 6).
Geben Sie eine Kerze nie nur nach Foto frei. Brennen Sie sie ab. Mehrmals.
Ein einfacher Brenntest:
Ziel: ein vollständiger Wachsspiegel, eine ruhige Flamme, wenig Ruß und kein Tunneln.
Testen Sie Muster aus dem echten Produktionswachs, -docht und -duft, nicht eine Laborversion. Und testen Sie danach noch einmal einige Stücke aus der Serienproduktion.
Nicht jedes schöne Glas verträgt Hitze.
Kerzen brauchen Sicherheitshinweise. Welche genau, hängt vom Zielmarkt ab.
Vorschriften ändern sich und unterscheiden sich je nach Land. Prüfen Sie die aktuellen Anforderungen für Ihren Markt mit einem Prüflabor oder Compliance-Experten, bevor Sie Etiketten drucken.
Kerzen und Hitze vertragen sich nicht. Ein Container in der Sonne kann innen sehr heiß werden.
Standardgläser mit eigenem Etikett und eigenem Duft beginnen oft bei einigen Hundert Stück pro Duft. Eigene Gläser, eigene Farben und eigene Verpackung erhöhen die Mindestmenge. Rechnen Sie mit einigen Wochen für Muster und Brenntests, danach Produktion und Versand. Planen Sie vor der Weihnachtssaison mehr Zeit ein: Kerzen verkaufen sich im vierten Quartal am besten, und die Fabriken sind früh ausgelastet.
Eine gute Kerze ist eine getestete Kerze. Wählen Sie das Wachs, stimmen Sie den Docht ab, bleiben Sie beim Duftanteil vernünftig, brennen Sie mehr als einmal ab und kennzeichnen Sie richtig für Ihren Markt. So wird aus „duftet traumhaft" ein „schon wieder bestellt".
Wir begleiten Ihr Produkt von der Idee bis zur Lieferung. Bei Kerzen heißt das: die richtige Fabrik finden, Muster und Brenntests steuern, Gläser und Etiketten prüfen und die Ware vor dem Versand kontrollieren. Sie bringen die Idee. Wir bauen das Produkt.